Definitionen

Fahrrad

Fahrerlaubnisrecht-Blog

Lange war das „Fahrrad“ rechtlich nicht eindeutig definiert.

Durch die am 01.06.2017 in Kraft getretene „Zweiundfünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ vom 18.05.2017 (BGBl. I, S. 1282) wurde in die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Legaldefinition für das Fahrrad eingefügt:

§ 63a Abs. 1 StVZO

Ein Fahrrad ist ein Fahrzeug mit mindestens zwei Rädern, das ausschließlich durch die Muskelkraft auf ihm befindlicher Personen mit Hilfe von Pedalen oder Handkurbeln angetrieben wird.

Damit können Fahrräder einspurig oder mehrspurig sein.

Pedelec = Fahrrad

Als Fahrrad im Sinne von § 63a Abs. 1 StVZO gilt auch ein Fahrzeug, das mit einer elektrischen Trethilfe ausgerüstet ist, die mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer größten Nenndauerleistung von 0,25 kW ausgestattet ist, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 km/h oder wenn der Fahrer mit dem Treten oder Kurbeln einhält, unterbrochen wird ( § 63a Abs. 2 StVZO). Diese Fahrzeuge werden als „Pedelec“ bezeichnet.

Die Anforderungen sind auch dann erfüllt, wenn das Fahrrad über einen Hilfsantrieb im Sinne des Satzes 1 verfügt, der eine Beschleunigung des Fahrzeugs auf eine Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h, auch ohne gleichzeitiges Treten oder Kurbeln des Fahrers, ermöglicht (Anfahr- oder Schiebehilfe).

Nähere Informationen zu Pedelecs finden Sie hier.